Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ringvorlesung WiSe 18/19

Ringvorlesung Flyer.pdf (2,4 MB)  vom 01.11.2018

Programm Fachtag ‚Doktorspiele im Klassenzimmer‘
Fachtag Flyer 7.12.18.pdf (3 MB)  vom 01.11.2018

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Projektmitarbeiter*innen gender*bildet:
Dr. Lena Eckert
Dayana Lau

Raum 329, 3. OG
Dachritzstraße 12
06108 Halle

Telefon
Dr. Lena Eckert: 0345 5521448
Dayana Lau: 0345 5521442

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Angebote und Veranstaltungen

Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Macht*Gender*Wissen? Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

In den populistischen Debatten neoliberaler und rechtskonservativen Bewegungen, im Internet und in Printmedien und auf der Straße werden Begriffe wie Genderismus, Gender-Wahn oder Sprachpolizei geprägt, um Gender Studies als Ideologie zu diffamieren. Gender Studies verstehen sich jedoch als in erster Linie als erkenntnistheoretisch und interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaftskritik, die zudem gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit hinterfragen.

Die Ringvorlesung verfolgt vor diesem Hintergrund ein doppeltes Ziel: Zum einen werden sich die Beiträge solchen populistischen Debatten annähern und diskutieren, wie diese mit den machtanalytischen Mitteln der Gender & Queer Studies interpretiert werden können. Zum anderen geht es darum, die Verflechtungen zwischen Gender und Universität sowie Wissenschaft und Bildung in diesen aktuellen aber auch historischen Kontexten zu befragen. Die Reihe findet an ausgewählten Dienstagen des kommenden Wintersemesters an der MLU statt. Die Abendvorträge werden zum Teil von Workshopangeboten gerahmt.

Vorträge: dienstags, 18:00 – 20:00, MLU, Uniplatz, Melanchthonianum, HS XVIII (ausgewählte Termine)

Workshops: dienstags, 14:00 – 16:00, MLU, Uniplatz, Löwengebäude, HS XII (ausgewählte Termine)

Für die Workshops wird um eine kurze Anmeldung unter gebeten.


Fachtag ‚Doktorspiele im Klassenzimmer‘ – Vom Umgang mit Geschlechtern und Sexualitäten in Bildung, Beratung und Betreuung

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Eine Veranstaltung der Philosophischen Fakultät III und des Projektes gender*bildet

Freitag, 7.12.2018, 9:30 – 17:00 Uhr,

Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Häuser 30 und 31

Dass Heteronormativität als gesellschaftliche Struktur begriffen und damit als einflussreich auch auf pädagogische Prozesse und Praxen wirkt, darf inzwischen als erziehungs- und sozialwissenschaftlich gesichert gelten. So werden beispielsweise im so genannten weiten Inklusionsbegriff Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung thematisiert, und die meisten Bundesländer haben zumindest die Erwähnung sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Vorstellung in ihren Bildungsplänen erwähnt – wenngleich die praktische Umsetzung nur bedingt realisierbar zu sein scheint.

Wenngleich man die pädagogische Auseinandersetzung mit Heteronormativität auf Modernisierungstendenzen oder normative Grundlagen, wie beispielsweise die Menschenrechte, zurückführen kann, sind die zentralen Protagonist*innen dieser Entwicklungen in sozialen Bewegungen zu suchen.

Sowohl die Frauen*bewegungen als auch die emanzipatorischen Schwulen- und Lesbenbewegungen haben das Feld des Pädagogischen als Ort für die Umsetzung ihrer Anliegen verstanden. Diese Entwicklung ist dabei an vielen Stellen noch wenig als Prozess, als Ergebnis von akteursbezogenem und durchaus auch als im Sinne der sozialen Bewegung strategischem Handeln erforscht. Ihre Geschichte, die bedeutsam für das Verständnis einer heutigen pädagogischen Praxis ist, liegt für viele Bereiche emanzipatorischer, auf Geschlecht und sexuelle Orientierungen bezogene Pädagogik, noch nicht vor (eine Ausnahme ist die parteiliche Mädchenarbeit).

Der Fachtag widmet sich diesem Themenkomplex: Welche Anliegen sozialer Bewegungen werden ‚pädagogisiert‘, sind also mit schul-, sozial- und erwachsenenpädagogischen Anliegen kompatibel, welche werden quasi aussortiert? Welche (politischen) Gelegenheits- und Ermöglichungsstrukturen waren und sind dafür bedeutsam? Welche Rolle spielen dabei Heteronormativität und entsprechende Vorläuferkonzepte? Wie werden die Pädagogiken genutzt, die Geschlechtergerechtigkeit thematisieren?

Der Fachtag teilt sich in zwei Angebotseinheiten. In einem ersten Teil werden Vorträge stattfinden, die diese Fragen historisch und systematisch aufgreifen und an Beispielen diskutieren. In einem zweiten Teil werden sieben Parallelworkshops stattfinden, in denen Vertreter*innen aus den unterschiedlichen pädagogischen (und anderen) Praxisfeldern aus ihrer Arbeit berichten und ihre Ansätze, in denen sie sich kritisch mit heteronormativen Strukturen auseinandersetzen, diskutieren.

Vorträge: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 30, HS EG

Workshops: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 31, Seminarräume

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.11.2018 unter .

Es wird eine kleine Verpflegungspauschale in Höhe von 5,- erhoben (vor Ort zahlbar). Eine Teilnahmebestätigung kann ausgehändigt werden. Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Professorinnenprogramms II des BMBF. Die Organisator*innen sind Adam Krüger, Dayana Lau, Eleonora Dutton, Jessica Dalljo, Jessica Massochua und Klemens Ketelhut.


Seminare

Vorlesung: Macht*Gender*Wissen? Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft (ASQ)

Gender und Queer Studies werden zunehmend außerhalb der Universitäten diskutiert. In den populistischen Debatten neoliberaler und rechtskonservativer Bewegungen, im Internet und in Printmedien, werden Begriffe wie Genderismus, Gender-Wahn oder Sprachpolizei geprägt, um Gender Studies als Ideologie zu diffamieren. Gender Studies verstehen sich jedoch in erster Linie als erkenntnistheoretisch und interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaftskritik, die zudem gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit hinterfragen.

Die Ringvorlesung verfolgt vor diesem Hintergrund ein doppeltes Ziel: Zum einen nähern sich die Beiträge solchen populistischen Debatten an und diskutieren, wie diese mit den machtanalytischen Mitteln der Gender & Queer Studies interpretiert werden können. Zum anderen geht es darum, die Verflechtungen zwischen Gender und Universität sowie Wissenschaft und Bildung in diesen aktuellen, aber auch in historischen Kontexten zu befragen.

Die Ringvorlesung wird an ausgewählten Terminen im Wintersemester stattfinden. Die Veranstaltungen werden jeweils am gleichen Tag von zusätzlichen Workshops begleitet. Die Vorlesung ist hochschulöffentlich und Teil des begleitenden Studienprogramms ‚gender*bildet‘. Zusammen mit dem Besuch der Workshops kann sie für den Erwerb eines Nachweises verwendet und gleichzeitig als ASQ-Modul abgerechnet werden. Eine Vorbesprechung zur Klärung aller Formalia findet am 16.10., 14.00-16.00 Uhr statt.

Im Stud.IP erhalten Sie nähere Informationen sowie Zugang zur Veranstaltung.

Seminar: Gender - Bildung - Agency (ASQ / LSQ-Modul "Kommunikation, Heterogenität und Inklusion" (LSQ Teil B))

Lehrende: Dayana Lau, Dr. Lena Eckert

Ist Gender überall? In der Sprache, in der Politik, in Bildern, in unseren Köpfen, im Biologie- und Matheunterricht und im alltäglichen Umgang miteinander? Und sind Frauen gleich Frauen und Männer gleich Männer und was gibt es eigentlich noch?
In diesem Seminar wollen wir Gender als intersektionale Kategorie in Bildungskontexten wie der Schule, der Hochschule und anderen sozialen  Orten wahrnehmen und reflektieren lernen und eigene Handlungsfähigkeiten entwickeln. Das Seminar befähigt dazu, Gender-Theorien zu verstehen und Gender als Analyse- und Strukturkategorie in Bildungskontexten zu erkennen und anzuwenden. Zudem werden gemeinsam Handlungsoptionen zum konstruktiven Umgang mit diesen Erkenntnissen für die eigene Berufspraxis erarbeitet.
Dieses Seminar ist Teil des begleitenden Studienprogramms ‚gender*bildet‘ und kann für den Erwerb eines Nachweises verwendet werden. Es kann außerdem als ASQ- bzw. als Profilseminar im LSQ-Modul "Kommunikation, Heterogenität und Inklusion" (LSQ Teil B) abgerechnet werden.

Nähere Informationen sowie Zugang zur Veranstaltung erhalten Sie im Stud.IP.

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