Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ringvorlesung WiSe 18/19

Ringvorlesung Flyer.pdf (2,4 MB)  vom 01.11.2018

Programm Fachtag ‚Doktorspiele im Klassenzimmer‘
Fachtag Flyer 7.12.18.pdf (3 MB)  vom 01.11.2018

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Projektmitarbeiter*innen gender*bildet:
Dr. Lena Eckert
Dayana Lau

Raum 329, 3. OG
Dachritzstraße 12
06108 Halle

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Dr. Lena Eckert: 0345 5521448
Dayana Lau: 0345 5521442

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Veranstaltungen

Ringvorlesung "ZUKUNFT, UTOPIE UND FEMINISMEN" im Wintersemester 2019/20

Feministischen  Bewegungen wohnt ein Moment des Utopischen inne. Dabei arbeiten sie sich  an Krisendiagnosen ab und entwickeln Zukunftsvisionen, stoßen dabei  aber auch auf Grenzen. Auch feministische Forschung und Lehre  beschränken sich nicht darauf, den status quo zu untersuchen, sondern  wollen eine Zukunft gestalten, die nicht vom Kampf um ökonomische,  kulturelle undsoziale Güter geprägt und nicht von menschgemahten Krisen  bedroht ist.

Gerade vor dem Hintergrund beschleunigter gesellschaftlicher  Entwicklungen rücken spezifische Themen (wieder) in den Fokus der  feministischen Forschung. Schwerpunkte finden sich dabei in den  Bereichen Technikforschung, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung,  aber auch in Thematisierungen der Zukunft von Arbeit, Kunst und  Wissenschaft.

In unserer Ringveranstaltung wollen wir uns feministischen Analysen  in den genannten Bereichen zuwenden. Und wir wollen noch einen Schritt  weiter gehen und fragen: Wie wollen wir die Zukunft gestalten? Dazu soll  die Veranstaltungsreihe Denk-Räume eröffnen, sich mit feministischen Utopien in Literatur, Film und Kunst auseinandersetzen und Räume der eigenen Visions-Produktion  eröffnen. Nicht zuletzt wollen wir auch die Konventionen akademischer  Lehre hinterfragen, neue Impulse in den Blick nehmen un in innovativen  Formaten der Reihe umsetzen. Hierbei wollen wir insbesondere  feministischen Ideen, Positionen und Ansätzen Raum geben, die Potenziale  identifizieren, Unverhofftes denken und Interventionen gestalten - sich  dem Utopischen annäheren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

05.11. | Björks "Utopia"- Lieber Göttin als Cyborg? (Konstanze Hanitzsch)    
14.11. | "Sisters in Crime" und "Octavia's Brood" - Verhandlungen des Utopischen in feministischen Texten (Susanne Maurer)    
22.11. | Exkursion zur 1. Convention "KI & Wir*" zu Künstlicher Intelligenz & Gender    
26.11. | Wie wollen wir in Zukunft Physik lernen? Narrative, Normativität und Utopie (Helene Götschel)    
10.12. & 17.12. | Anne, Kirke & Radio Ragazza - utopische Elemente im feministischen Film (Kathrin Lemcke)    
07.01. | Den heterosexuellen Vertrag brechen. Monique Wittigs materialistische Utopie (Aline Oloff)    
14.01. | Queerer Anarcho-Feminismus. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft? (Dayana Lau & Lena Eckert)    
17.01. | Editieren als Aktivismus - Wikipedia Edit-a-Thon (Laura Lang & Mira Sacher)    


Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Ringvorlesung WiSe 18/19 Flyer

Macht*Gender*Wissen? Gender-Macht-Analysen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

In den populistischen Debatten neoliberaler und rechtskonservativen Bewegungen, im Internet und in Printmedien und auf der Straße werden Begriffe wie Genderismus, Gender-Wahn oder Sprachpolizei geprägt, um Gender Studies als Ideologie zu diffamieren. Gender Studies verstehen sich jedoch als in erster Linie als erkenntnistheoretisch und interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaftskritik, die zudem gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit hinterfragen.

Die Ringvorlesung verfolgt vor diesem Hintergrund ein doppeltes Ziel: Zum einen werden sich die Beiträge solchen populistischen Debatten annähern und diskutieren, wie diese mit den machtanalytischen Mitteln der Gender & Queer Studies interpretiert werden können. Zum anderen geht es darum, die Verflechtungen zwischen Gender und Universität sowie Wissenschaft und Bildung in diesen aktuellen aber auch historischen Kontexten zu befragen. Die Reihe findet an ausgewählten Dienstagen des kommenden Wintersemesters an der MLU statt. Die Abendvorträge werden zum Teil von Workshopangeboten gerahmt.

Vorträge: dienstags, 18:00 – 20:00, MLU, Uniplatz, Melanchthonianum, HS XVIII (ausgewählte Termine)

Workshops: dienstags, 14:00 – 16:00, MLU, Uniplatz, Löwengebäude, HS XII (ausgewählte Termine)

Für die Workshops wird um eine kurze Anmeldung unter gebeten.


Fachtag ‚Doktorspiele im Klassenzimmer‘ – Vom Umgang mit Geschlechtern und Sexualitäten in Bildung, Beratung und Betreuung

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Fachtag Flyer

Eine Veranstaltung der Philosophischen Fakultät III und des Projektes gender*bildet

Freitag, 7.12.2018, 9:30 – 17:00 Uhr,

Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Häuser 30 und 31

Dass Heteronormativität als gesellschaftliche Struktur begriffen und damit als einflussreich auch auf pädagogische Prozesse und Praxen wirkt, darf inzwischen als erziehungs- und sozialwissenschaftlich gesichert gelten. So werden beispielsweise im so genannten weiten Inklusionsbegriff Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung thematisiert, und die meisten Bundesländer haben zumindest die Erwähnung sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Vorstellung in ihren Bildungsplänen erwähnt – wenngleich die praktische Umsetzung nur bedingt realisierbar zu sein scheint.

Wenngleich man die pädagogische Auseinandersetzung mit Heteronormativität auf Modernisierungstendenzen oder normative Grundlagen, wie beispielsweise die Menschenrechte, zurückführen kann, sind die zentralen Protagonist*innen dieser Entwicklungen in sozialen Bewegungen zu suchen.

Sowohl die Frauen*bewegungen als auch die emanzipatorischen Schwulen- und Lesbenbewegungen haben das Feld des Pädagogischen als Ort für die Umsetzung ihrer Anliegen verstanden. Diese Entwicklung ist dabei an vielen Stellen noch wenig als Prozess, als Ergebnis von akteursbezogenem und durchaus auch als im Sinne der sozialen Bewegung strategischem Handeln erforscht. Ihre Geschichte, die bedeutsam für das Verständnis einer heutigen pädagogischen Praxis ist, liegt für viele Bereiche emanzipatorischer, auf Geschlecht und sexuelle Orientierungen bezogene Pädagogik, noch nicht vor (eine Ausnahme ist die parteiliche Mädchenarbeit).

Der Fachtag widmet sich diesem Themenkomplex: Welche Anliegen sozialer Bewegungen werden ‚pädagogisiert‘, sind also mit schul-, sozial- und erwachsenenpädagogischen Anliegen kompatibel, welche werden quasi aussortiert? Welche (politischen) Gelegenheits- und Ermöglichungsstrukturen waren und sind dafür bedeutsam? Welche Rolle spielen dabei Heteronormativität und entsprechende Vorläuferkonzepte? Wie werden die Pädagogiken genutzt, die Geschlechtergerechtigkeit thematisieren?

Der Fachtag teilt sich in zwei Angebotseinheiten. In einem ersten Teil werden Vorträge stattfinden, die diese Fragen historisch und systematisch aufgreifen und an Beispielen diskutieren. In einem zweiten Teil werden sieben Parallelworkshops stattfinden, in denen Vertreter*innen aus den unterschiedlichen pädagogischen (und anderen) Praxisfeldern aus ihrer Arbeit berichten und ihre Ansätze, in denen sie sich kritisch mit heteronormativen Strukturen auseinandersetzen, diskutieren.

Vorträge: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 30, HS EG

Workshops: Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 31, Seminarräume

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.11.2018 unter .

Es wird eine kleine Verpflegungspauschale in Höhe von 5,- erhoben (vor Ort zahlbar). Eine Teilnahmebestätigung kann ausgehändigt werden. Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Professorinnenprogramms II des BMBF. Die Organisator*innen sind Adam Krüger, Dayana Lau, Eleonora Dutton, Jessica Dalljo, Jessica Massochua und Klemens Ketelhut.

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